Kräuterheilkunde

"Kräuterheilkunde"

 

Maria Treben, geborene Günzel (* 27. September 1907 in Saaz, Böhmen; † 26. Juli 1991 in Grieskirchen, Österreich) war eine österreichische Kräuterkundige und Autorin. Sie galt als Spezialistin auf dem Gebiet der Kräuterheilkunde und der alternativen Behandlungsmethoden in der Tradition von Sebastian Kneipp. Ihr Buch Gesundheit aus der Apotheke Gottes wurde in mehr als 20 Sprachen herausgegeben und erreichte eine Gesamtauflage von über acht Millionen Exemplaren.

 

Maria Treben wurde als mittlere von drei Schwestern geboren. Der Vater war Eigentümer einer Druckerei, die Mutter Hausfrau. Als Maria zehn Jahre alt war, starb der Vater durch einen Unfall. Zwei Jahre später zog die Mutter mit den Töchtern nach Prag. 14 Jahre lang arbeitete Maria in einem bürgerlichen Beruf, dann heiratete sie den Ingenieur Ernst Gottfried Treben und gab ihre Berufstätigkeit auf. Die restliche Zeit ihres Lebens brachte sie neben ihrer Tätigkeit als Hausfrau und Mutter mit dem Studium und der Anwendung der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) zu. Sie praktizierte in Österreich und Deutschland. Besondere Bekanntheit erlangten Maria Trebens Schwedenkräuter oder Schwedenbitter, eine angebliche Wiederentdeckung eines Rezeptes nach dem schwedischen Arzt Dr. Samst. (Auszug aus Wikepedia)

 

Rezepte

Ich möchte hier betonen, das eine Selbstmedikation bei vielen Krankheiten nicht den Besuch bei einem Arzt ersetzen kann.
Bitte befragen Sie vor jeder Nutzung von Kräutern Ihren Arzt oder Apotheker.
Ich übernehme keine Gewähr für den Erfolg bei Einnahme der hier vorgestellten Kräuter.

 

 

Schwedenkräuter,
auch Schwedenbitter oder Schwedenkraut genannt, sind eine Art "Allheilmittel", die von Maria Treben allgemein bekannt gemacht worden sind.
Die typische Zubereitungsform ist es, die Kräutermischung fertig in der Apotheke oder beim Kräuterhändler zu beziehen und dann selbst in Alkohol anzusetzen.
Für viele Kräuterinteressierte Menschen ist es die erste Tinktur, die sie zubereiten.
Grosser und Kleiner Schwedenbitter Im Handel wird zwischen dem grossen und dem kleinen Schwedenbitter und einigen anderen Rezepten unterschieden.
Maria Treben empfiehlt vor allem den kleinen Schwedenbitter, der dadurch auch besondere Beliebtheit erlangte.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem kleinen und dem grossen Schwedenbitter ist die Tonerde und die Kieselerde, die im grossen Schwedenbitter enthalten sind.
Auch die Mengen sind teilweise unterschiedlich und der grosse Schwedenbitter enthält noch zusätzliche Kräuter.
Manche der Schwedenkräuter-Rezepte enthalten grössere Mengen Aloe, Sennes und Rhabarber.
Da diese Kräuter unter anderem abführend wirken, gelten Schwedenkräuter mit diesen Kräutern als Abführmittel und sind dadurch Apothekenpflichtig.
Andere Rezepturen enthalten diese Kräuter nicht oder nur in geringer Dosis und sind dadurch frei verkäuflich.
Viele Menschen schwören auf den kleinen Schwedenbitter, weil dieser besser sein soll, kennen aber oft gar nicht die Wirkung der anderen Rezepte.
Möglicherweise hängt die Bevorzugung des kleinen Schwedenbitters damit zusammen, dass Maria Treben vorwiegend diesen empfiehlt.
Ich persönlich konnte bisher keinen wesentlichen Unterschied in der Wirksamkeit zwischen grossem und kleinem Schwedenbitter feststellen.

Zutaten Kleiner Schwedenbitter

10 gr Aloe (es kann auch Enzianwurzel oder Wermutpulver verwendet werden)
5 gr Myrrhe
0,2 gr Safran
10 gr Sennesblätter
10 gr Naturkampfer
10 gr Zitwerwurzel 1
10 gr Manna
5 gr Eberwurzel
10 gr Angelikawurzel
10 gr Rhabarberwurzel
10 gr Theriak venezian
1,5 Liter Doppelkorn

Grosser Schwedenbitter

26 g Wermut
13 g Myrrhe
1 g Safran
2 g Sennesblätter
2 g Kampfer echt
9 g Zittwerwurzel
4 g Eberwurz
7 g Angelikawurzel
18 g Rhabarber
18 g Theriak venezian
35 g Muskatnuss
18 g Kalmus
7 g Enzianwurzel
5 g Lärchenschwamm
2 g Tormentill
2 g Bibergail
2 g Muskatblüte
5 g roter Ton
7 g Kieselerde
2,5 Liter Doppelkorn

Es gibt auch andere Rezepturen.

Anleitung
Die Vorgehensweise bei der Zubereitung der Schwedenkräuter entspricht im Grossen und Ganzen der Zubereitung einer Tinktur.

Füll die Kräutermischung in ein Glas und giesse den Korn darüber. Verschliesse das Glas und schüttel es.
Stell es an eine warme Stelle. Lass die Mischung mindestens zwei Wochen lang ziehen und schüttel das Glas täglich.
Giess den Schwedenkräuter-Alkohol dann durch einen Kaffeefilter. Füll die fertigen Schwedenkräuter in dunkle Flaschen. Beschrifte die gefüllten Flaschen mit Inhalt und Datum


Anwendungen

Die Schwedenkräuter sollten nur verdünnt angewandt werden, denn pur wären sie zu stark und würden den Verdauungskanal oder die behandelten Hautstellen reizen.
Ob alle aufgeführten Anwengungsmöglichkeiten auch tatsächlich helfen, sei dahingestellt. Dies ist nur eine Auflistung einiger Anwendungen, die den Schwedenkräutern nachgesagt werden.

Äusserlich Vor der Anwendung mit Schwedenkräutern sollte die betreffende Hautstelle zum Schutz gut eingefettet werden. Dazu eignet sich beispielsweise eine Ringelblumen-Salbe. Anschliessend verdünnt man die Schwedenkräuter und tränkt ein Tuch damit. Dieses Tuch legt man als Umschlag auf die zu behandelnde Hautstelle.

Alternativ kann man die Schwedenkräuter nach dem Einfetten auch einfach einreiben.
Das wirkt jedoch weniger stark als ein Umschlag, eignet sich jedoch auch für Stellen, wo Umschläge schlecht möglich sind.

Oder man bereitet sich eine Schwedenkräuter-Creme zu. Damit kann man die Schwedenkräuter bequem auftragen und nutzen. Die fettende Hautpflege ist in der Creme gleich mit enthalten.

Einsatzbereiche der Schwedenkräuter:

Verletzungen, Wunden, Brandwunden, Narben, Ausschläge, Furunkel, Akne, Nagelbettentzündung, Beulen, Muskelzerrungen, Verspannungen, Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Rheuma, Erfrierungen, Hämorrhoiden, Hühneraugen (unverdünnt aufpinseln) Warzen (unverdünnt aufpinseln) Innerlich Nimm einen Teelöffel Schwedenkräuter und verdünne es mit einem Glas Wasser. Trinke das Schwedenkräutergetränk morgens und abends.

Einsatzbereiche:

Appetitlosigkeit, Verdauuungsstörungen, Magenkrämpfe, Verstopfung, Leber - und Gallenerkrankumgen, Gelbsucht, Grippe, Fieber, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Nierenerkrankungen, Gicht, Rheuma, Neurodermitis, Ödeme, Menstruationskrämpfe, Blutarmut, Zuckerkrankheit, Zahnschmerzen, Mundentzündungen, Schlaflosigkeit, Abgespanntheit,

 

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